Autor Thema: Übertragungsprobleme von Vostro 3700 auf externe 2,5-Zoll-Maxell-HDD über eSata  (Gelesen 1599 mal)

Offline Schmart

Hallo,

folgendes Vostro-System aus 2010 läuft immer noch bei mir:
  • i5-430M (Arrandale), 2,2 GHz
  • 17,3 Zoll Display, matt (1.600 x 900)
  • 8 GB RAM
  • 250 GB SSD Samsung 850 (Betriebssystem und Programme)
  • 320 GB HDD (Daten)
  • Geforce GT 330M (1 GB)
  • Windows 10 Prof. 64 Bit

Als Möglichkeit Sicherheitskopien abzulegen, legte ich mir kurz nach dem Kauf eine externe 500 MB großen 2,5-Zoll-HDD Maxell Tank h mit eSata-Anschluss zu. Den Strom bekommt sie über ein y-Kabel aus zwei USB-Ports. Bislang funktionierte das auch sehr zuverlässig, genau so zuverlässig wie bei einer externen 2,5-Zoll-Seagate-Backup-Plus-Portable-4TB-HDD.

Nun aber habe ich plötzlich bei der Maxell-HDD das Problem, dass beim Übertragen einer größeren Datenmenge (einige GB) die Übertragungsrate nach einigen Sekunden plötzlich nahezu auf 0 einbricht (angezeigt werden dann noch 355 kB/s). Dabei spielt es keine Rolle, ob ich dies mit "Kopieren" und "Einfügen" von Explorer-Fenster zu Explorer-Fenster, mit dem Free-Commander oder mit der SyncToy-Software versuche. Immer bleibt der Kopiervorgang hängen. Manchmal kommt er nach Minuten wieder ins Laufen, nur um dann aber wieder hängen zu bleiben. Teilweise konnte ich das Notebook auch nur wieder über ein Herunterfahren mittels Ein- und Ausschalter wieder zum Leben erwecken. Die Platte bietet im Übrigen noch genügend Speicherplatz ...

Beim Kopieren auf die USB-Platte habe ich dagegen keinerlei Pobleme!

Angehängt habe ich noch zwei Snapshots, die beim Kopieren von Explorer zu Explorer entstanden sind: Im ersten Fall blieb die Übertragung hier auch noch mal kurz vor Ende hängen. Im zweiten Fall musste ich die Aktion wieder einmal "gewaltsam" mittels Schalter abbrechen, auch wenn noch eine vorhandene Übertragungsrate angezeigt wurde. Selbst das Beenden der Prozesse mit dem Task-Manager erweckte das Notebook nicht wieder.

Kann mir hier bitte jemand einen Tipp dazu geben?

Vielen Dank im Voraus!  ;)

Schönen Gruß
« Letzte Änderung: 22.04.2019 - 00:01 von Schmart »

Offline Dayworker

Das Problem kenne ich nur von Festplatten, die entweder kurz vor dem Ableben sind oder nicht mehr ausreichend Strom bekommen. Da Maxell garantiert nicht der HDD-Hersteller ist, würde ich einfach die Platte ausbauen und dann mit dem entsprechenden Hersteller-Tool auf Defekte testen.
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Offline Schmart

Danke für den Hinweis.

Habe gestern noch die Software CrystalDiskInfo 8.0.0 installiert und eigentlich weist meiner Meinung nach nichts auf ein Problem mit der in das Maxell-Laufwerk eingebauten HDD Samsung HM500JI hin (siehe Anhang).

Bin immer noch ziemlich ratlos...   :-[

Schönen Gruß

DELL Forum


Offline Dayworker

Samsung hat seine eigene SW, warum nutzt du nicht diese? Wird damit das Laufwerk nicht mehr erkannt? Letzteres wäre möglich, weil das Laufwerk ja mindestens 9 Jahre alt ist und daher mit Sicherheit bereits seit Jahren aus dem Verkauf ist.

Auf der anderen Seite muß man auch wieder einmal ganz klar sagen, Y-Kabel waren, sind und werden nie spezifikationsgetreu und genauso wenig ein brauchbarer Ersatz für eine stabile Stromversorgung sein. Bei einem 9 Jahre alten Rechner ist eh schon ein höherer Verschleiß vorhanden, weil die unvermeidlichen BT-Toleranzen sich immer stärker auswirken. Da eSATA meines Wissens eh keinen Strom liefert, spricht also auch nichts dagegen, es mit einem richtigen USB-NT zu versuchen. Die liefern bei 5V locker auch 2A und mehr. Das reicht ganz sicher auch für ältere Laufwerke, bei denen die Spindeln im Laufe der Zeit etwas schwergängiger geworden sind.

Schaut man sich die USB2.0-Spezifikation und dort die Signalisierung mal genauer an, dürfte auch ein Y-Kabel nicht mehr als 600mA liefern. 500mA sind eigentlich nur freizugeben, wenn ein Gerät dies anmeldet und ohne sind nur 100mA vorgesehen. Das USB-Ports einiger Hersteller auch deutlich mehr (1A - 1.5A) liefern, stellt genau genommen eine Spezifikationsverletzung dar und erfordert bei diesen auch entsprechende Treiber.
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Offline Schmart

Danke für die Hintergrund-Informationen zum Anschluss der Maxell-HDD (Toshiba Laufwerk). Das eSATA-Anschlusskabel dient wohl wirklich nur der Signalübertragung und das USB-Y-Kabel der Stromversorgung. Es müssen auf jeden Fall immer beide verbunden sein, damit das Laufwerk überhaupt funktionieren kann.

Mich wundert dann aber, dass meine externe Seagate-HDD (4 TB) mit nur einem(!) USB-Anschluss (also entsprechend geringer Stromstärke) nach 4 Jahren immer noch funktioniert. Und meine interne Toshiba-HDD, die eine ca. 640(!)-fache Betriebszeit hat, läuft immer noch ohne Probleme.  Aber sei's drum.

Habe heute mal die Software SeaTools for Windows 1.4.0.6, die auch Samsung Laufwerke testen kann, auf die Maxell-HDD losgelassen. Die Tests
  • S.M.A.R.T.-Test
  • Kurzer Festplatten-Selbsttest
  • Einfacher Kurztest
wurden anstandslos bestanden.  :) Der "Einfacher Langzeittest", der 2:45 h dauern sollte, brach allerdings nach gut 2 h mit einem "Fail" ab - was immer das auch genau bedeutet, denn beschrieben wurde das nicht näher. "Reparieren" kann diese Software aber nur auffällige Sektoren von Seagate- oder Maxtor-Laufwerken.  ::)

Man kann dann noch "Erweiterte Tests" aufrufen, aber von den vieren haben drei etwas mit Erase zu tun. Da aber nicht klar gesagt wird, WAS da erased wird, lass' ich das erst mal sein:  ???
  • Erase
  • Overwrite Erase
  • Erase Boot-Sectors
Und was sich hinter dem vierten Test "SCT Write Same" verbirgt, ist mir gänzlich unverständlich.  ???  ???

Ich weiß jetzt auch nicht, ob dieser "Fail" nach immerhin 2 Stunden Betrieb noch etwas mit einer ungenügenden Stromversorgung zu tun haben kann. 

Am Schluss dieses "Einfachen Langzeittests" kam noch der Hinweis, dass man zum "Reparieren" defekter Sektoren das SeaTools for DOS benutzen sollte. Allerdings führte der vorhandene Link ins Leere. Von einer Zeitschriften-Seite habe ich das dann noch herunterladen können.

Dummerweise ist nach dem Start dann aber ständig von einer Floppy-Disc die Rede, die formatiert werden soll. Aber was bedeutet das für meinen Fall? ???  Da habe ich dann das Handtuch geworfen.  ::)  ::)  ::)

Werde dann wahrscheinlich als Nächstes mal den Tipp mit dem USB-NT versuchen. Muss nur erst eins besorgen ...

Als Übernächstes würde ich mir dann wohl einfach eine neue externe Platte zulegen.

Schönen Gruß
« Letzte Änderung: 23.04.2019 - 20:17 von Schmart »

DELL Forum


Offline Dayworker

Zum Testen reicht eigentlich seit längerem jedes Smartphone-Ladegerät mit Micro-USB aus. Die bieten fast ausnahmslos 2A oder mehr bei 5V an.

Der Vergleich von Samsung- und Seagate-HDDs hat in dem Zusammenhang keine aussagekraft. Jeder Hersteller hat andere Platten-Spezifikationen, folglich benötigt jede HDD auch andere Anlaufströme und genau das ist der Knackpunkt bei ausnahmslos allen USB-Laufwerken. USB-Sticks mit mehr als 128GB können durchaus auch die USB3.x-Spezifikation mit 900mA reißen... Die meisten neuen MBs haben damit jedoch kaum noch Probleme, zumal sich ja dank USB Power Delivery der USB-Host und das angeschlossene Gerät auch auf max 5A bei 20V sprich 100W einigen können. Einige für den externen Gebrauch vorgesehenen Platten bieten auch einen sogenannten Staggered Spin Up an. Das schont zum einen den HDD-Motor und zum anderen wird damit eine Überlastung des USB-Ports verringert.

Wenn der Fehler nicht direkt nach dem Start sondern erst nach einiger Zeit auftritt, könnte auch ein Temperaturproblem vorliegen. Die HDD-Spindel läuft halt irgendwann nach Jahren trocken und produziert dadurch mehr Wärme. Das solltest du per IR-Thermometer oder auch einfach per vorsichtigem Handauflegen feststellen können. Bei den meisten Platten wird es ab 55°C kritisch und ab 60°C stellen normale, nicht für einen erweiterten Temperaturbereich spezifierten Platten ihren Dienst komplett ein.
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Offline Schmart

Danke, @Dayworker.  ;)

Habe mein Smartphone-NT mit USB-Anschluss ausprobiert, das Problem aber blieb.

Händisch habe ich einige Ordner auf die Maxell-HDD kopiert, das ging seltsamerweise besser als mit SyncToy. Trotzdem musste ich den Vorgang mehrfach abbrechen und sogar den Rechner neu starten, um dies erfolgreich zu bewältigen. Ein paar fehlende Datein hat dann SyncToy noch geschafft, zu ergänzen.

Damit war mein Datenbestand auf der internen und der externen HDD wieder identisch. Genutzt hat es aber eigentlich nichts. Denn als ich jetzt wieder einmal eine "größere" Datenmenge zu sichern hatte (einige Bilder und VIdeos), bleib der Prozess wieder mehrfach hängen.  >:(

Jetzt war ich es endgültig leid und habe mir eine neue externe Toshiba-HDD (2 TB) besorgt.

Dann werde ich demnächst meine 9 Jahre alte externe 500-GB-Maxell-HDD mit dem Fäustel "löschen" und beim Elektronikschrott entsorgen, denn wirklich brauchbar ist sie SO je nun nicht mehr.

Danke noch 'mal für jeden Tipp!

Schönen Gruß