Autor Thema: Delll Latitude 7285 Test - Erfahrung - Eindrücke  (Gelesen 271 mal)

Offline hijob

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Hallo,

ich will heute mal ein Review zu einen Dell 7285 schreiben.

Die Ausstattung meines Gerätes:

Core M 6y57, 8GB RAM, 256 GB SSD, LTE
Der Rest ist bei allen Modellen gleich:
12,3“ Display, SD-Karten-Slot, IR-Kamera, normale Kamera, 2 x Thunderbolt
Tastatur mit eingebauten Akku ohne Anschlüsse

Ich arbeite mit dem Gerät jetzt ca. zwei Monaten. Es war mehrfach mit mir auf  Reisen und durfte dabei auch beweisen, dass es doch eher robust ist.

Im Einzelnen:

Tablet / Notebook.
Natürlich kauft man sich so ein Gerät nicht als reines Notebook, das wäre Quatsch. Das Tablet wiegt bei mir 702 Gramm und ist damit sicher mit das leichteste. In der Gewichtsklasse kenne ich sonst nur das MateBook mit vergleichbarem Gewicht. Die Größe ist wegen des XPS-Rahmens wirklich sehr gering. Damit und mit dem geringen Gewicht ist es als Tablet ziemlich gut nutzbar.

Ich nutze nicht den Dell Stift, kann also zu dem nichts sagen. Ich habe einen Wacom Ink. Mit dem lässt es sich sehr sehr angenehm auf dem Tablet arbeiten. Ich nutze zum Erstellen eigener Grafiken für Webseiten gerne Corel Painter. Es macht schon ziemlich Spass, hier nicht mit der Maus, sondern echt mit der Hand arbeiten zu können.

Als Notebook wird es durch die Tastatur immens aufgewertet. Die ist zwar einerseits schwer (wegen des eingebauten Akkus) und auch der Winkel ist eingeschränkt, da das Tablet keinen Kickstand hat, aber ich komme damit zurecht, obwohl ich 1,95 groß bin und z.B. beim Z20T (Toshiba), der die gleiche Technik verwendet, dauernd gebückt vor dem Rechner saß. Ein Grund dafür ist wohl auch das sehr gute Display (gerade im Gegensatz zum Z20T).
Die Tastatur ist hervorragend, sowohl was Schreibgefühl, also Anschlag und Feedback angeht, als auch was das Layout angeht. Ich kann sehr lange auf dem Gerät schreiben und es macht nicht müde.

Akkulaufzeit mit angeschlossener Tastatur ist ca. 7 – 8 Stunden. Ich hatte auch schon 9, dann ist aber der Flugmodus an.
Als Tablet schafft es 4 Stunden, ggf. auch 5. Da man es als Tablet oft näher vor den Augen hat, ist hier das Display etwas dunkler. Ich kann mit der Laufzeit leben, auch im Hinblick auf des Fliegengewicht des Tablets. Durch den USB-C Stromanschluss können problemlos Powerpacks verwendet werden, wenn sie 12V und 2A bereit stellen.

Display:
Es hatte bei mir in den ersten Taben am linken oberen Rand ganz leichtes Bleeding. Das war nur zu sehen, wenn man es eingeschaltet hat. Inzwischen ist das verschwunden. Es war ggf. ein nicht ganz sauber verbauter Rahmen, der sich durch die Nutzung gerichtet hat. Die Helligkeit und auch die Darstellung gehen vollkommen in Ordnung. Ich arbeite die meiste Zeit auf den von Windows vorgeschlagenen Helligkeitswerten.
Ich habe das icm-Profil von Notebookcheck als Standard genommen. Mit den Farben bin ich glücklich, auch mit dem Schwarz. Nur das Weiß ist mir noch zu sehr grau. Da muss ich wohl nachkalibrieren.

Leistung
Für Büro, Grafik, Internet, VPC ausreichend. Videoschnitt geht über die externe Grafikkarte (dank Thunderbolt) auch, aber es ist schon noch zäh. Die Festplatte ist schnell, der Anschluss von SD-Karten auch, hängt aber sehr von der verwendeten SD-Karte ab.

Als „Notebook“ am Stromanschluss habe ich folgenden Test gemacht:
Ein Verzeichnis mit 35 pdf-Dateien und zusammen knapp 600MB wurde gepackt und 256bit verschlüsselt. Die Prozedur hat inkl. Des CRC-Checks 30 Sekunden gedauert. Die CPUs liefen dabei durchgehend auf 3,1 – 3,2 Ghz. Vermutlich wäre auch eine volle Ausnutzung des Turbos möglich gewesen, aber das Tablet war schon den ganzen Tag im Einsatz und, auch aufgrund der recht hohen Temperaturen (26 Grad innen, 25 Grad außen)  relativ warm.

Ich merke im täglichen Einsatz dann kleinere Leistungseinbrüche, wenn das Tablet sehr warm wird. Im Betrieb als Tablet (Lesen, Musik, Video schauen) kommt das nie vor. Da ist die Rückseite bestenfalls handwarm. Im Notebookbetrieb am Stromanschluss bei geforderter Leistung (inkl. Virtueller Maschinen), ist das schon mal der Fall. Da ist die Rückseite auch schon mal so warm, dass man sie nicht mehr anfassen mag. Allerdings kühlt es auch sehr schnell wieder ab.

Anschlüsse / Stromversorgung / Thunderbolt:
Funktioniert schmerzfrei. Es laufen alle meine Dockingstationen (HP, Dell und Acer) und auch ein USB-C Dock von Huawei (das vom Matebook). Als Netzadapter kann man Dritthersteller nehmen, aber es läuft nicht mit Adaptern von HP (und ggf. auch anderen Herstellern). Acer, und meinem bevorzugten Hersteller, Subitel, laufen ohne Einschränkung.

Systemstabilität:
Hervorragend, überhaupt keine Abbrüche oder Abstürze.

Haptik / Optik
Das Dell sieht richtig gut aus, dezent unaufdringlich aber nie langweilig. Die Haptik ist „verwirrend“. Man erwartet von dem äußeren, fast filigranen Aussehen ein eher zerbrechliches Gerät, aber das genaue Gegenteil ist der Fall. Robust und stabil, solide aber nie wuchtig oder klobig.

Sound:
Auch „verwirrend“. Die Lautsprecher sind im oberen Rand des Displays eingebaut und fallen kaum auf. Die Beschallung ist aber bemerkenswert kraftvoll für so einen Zwerg. Dass Dell das beherrscht, beweisen sie seit dem Venue eigentlich immer wieder. Man kann also auch hier Videos sehen und auch neben der Arbeit Musik laufen lassen, ohne externe Boxen zu brauchen. Wird es anspruchsvoll, dann wird man aber schon via Bluetooth oder Kabel die Heimanlage anhängen.

Vorläufiges Fazit:
Ich bin ziemlich glücklich mit dem  Gerät. Ich überlege, wenn mir mal ein wirklich gutes Angebot über den Weg läuft, die 16GB Version zu kaufen. Bei Dell selber isd das 7285 leider immer noch unbezahlbar. Auf dem freien Markt gibt es aber genug brauchbare Angebote.

Falls Fragen sind oder Ergänzungen gewünscht werden, gerne.

Grüße Hijob
« Letzte Änderung: 06.06.2018 - 06:37 von hijob »