Hallo,

meine Erlebnisse mit 4 Monaten Dell-Hotline nach dem Kauf eines Precision 4600 haben mich veranlasst diese öffentlich zu machen.
Das Notebook kam, und was nicht funktionierte war eine Verbatim USB 3.0-Festplatte am 3.0-Port (die am 2.0-Port und an anderen PCs mit USB 3.0 problemlos lief). Außerdem waren mitgekaufte Features nicht installiert und es fehlten Installationsmedien und Handbücher. Nachdem die Technik-Hotline (Wartezeiten im Durchschnitt 20 Minuten) trotz Fernwartung das Problem nicht lösen konnte, veranlasste sie ein Austausch des Motherboards. Dies brachte (natürlich) auch nicht das gewünschte Ergebnis. Daraufhin wurde ich von der Dell-Technik aufgefordert Windows neu zu installieren. Um nicht ganz von vorn anzufangen, machte ich eine WIN7-Reparaturinstallation. Das Ergebnis war, dass jetzt auch Funktionen, die vorher liefen, es nicht mehr taten, wie Bluetooth, SD-Kartenleser, Fingerprint-Sensor. Darauf wurde ich von der Dell-Technik aufgefordert, Chipsatz- und andere Treiber neu zu installieren. Das klägliche Ergebnis war, das jetzt der SD-Kartenleser wieder funktionierte. E-Mails von mir an die Technik (inkl. Vorgesetzte) blieben sechs Wochen unbeantwortet. Beim dritten Anruf an die Technik in dieser Woche erhielt ich jetzt von einem Techniker die Aufforderung Windows nochmals vollständig neu zu installieren, das durch den Motherboard-Tausch Windows gar nicht mehr sauber funktionieren könne. Mein Einwand, dass ich nicht noch einmal bereit wäre, dies zu tun und verlangte, dass ich endlich ein funktionsfähiges Gerät mit den gekauften Features zur Verfügung haben wollte, wurde mit dem Argument abgeschmettert, dass der Kunde selbst für die Funktionsfähigkeit der Software zuständig wäre.

Frage an das Forum: Bin ich der Einzige mit solchen Problemen? Ich bin seit 2005 zufriedener Dell-Kunde gewesen und habe Dell auch anderen empfohlen und vermittelt. (Ich musste allerdings bisher auch nie die Dienste der Technik-Hotline in Anspruch nehmen.)

Nachtrag: Die Verbatim 3.0-Festplatte hat mein örtlicher Computerhändler danken zurückgenommen. Ihm waren Chipsatz-Inkompatibilitäten bekannt (an anderen Rechnern lief sie ja). Ein Techniker von Dell gab auch zu, dass es bei anderen Festplattenherstellern solche Inkompatibilitäten gegeben habe, die in Zusammenarbeit mit Dell durch Firmware-Updates behoben worden seien. Eine andere 2.0-Festplatte (Transcend), die in der Vergangenheit problemlos ihre Dienste an einem Dell Latitude getan hatte, läuft übrigens nur an der 3.0-Schnittstelle; an der 2.0-Schnittstelle wird sie zwar erkannt, das System versucht jedoch immer sie neu zu formatieren. Also auch hier ein weiteres Indiz für eine Chipsatz-Firmware-Inkompatibilität! D. h., die ganze Chose mit Motherboard-Austausch wäre gar nicht nötig gewesen!

Gruß
ITP